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Schulbesuch gefährdet
Die Lage der rund 700.000 Aidswaisen in Sambia ist katastrophal. Zur Trauer um die Eltern kommt häufig eine große Armut und damit auch das Problem, die Schule nicht mehr weiter besuchen zu können. Besonders Jugendliche in weiterführenden Schulen trifft es hart, weil sie selbst oder ihre Verwandten die Schulgebühren von bis 30 Euro pro Monat nicht mehr aufbringen können. Und diejenigen, die noch zur Schule gehen, besitzen oft nicht einmal mehr Kleidung zum Wechseln. In Internatsschulen, wo von der Seife über das Besteck bis hin zur Matratze meist alles selbst mitgebracht werden muss, sind viele gezwungen von Mitschülern das Nötigste zu erbetteln. Aus Gesprächen mit Stipendiaten geht hervor, wie bedrückend und beschämend die Jugendlichen diese Situation empfinden. Leben in bitterster Armut Viele Schülerinnen und Schüler müssen in den Ferien bei ihren Verwandten auf dem Feld, beim Fischfang oder im Haushalt helfen. Außerdem wollen sie ihre verwaisten jüngeren Geschwister unterstützen und Geld verdienen, um ihre eigenen Schulgebühren aufzubringen. Oft reicht die Summe am Ende der Ferien nicht und deshalb versäumen sie einige Trimester. Die Schulen versuchen solange wie möglich, die Schüler zu halten, auch wenn nicht mehr gezahlt wird. Aber da die Zahl der Aidswaisen in Sambia weiter steigt und ein Ende nicht absehbar ist, sind die Schulen nicht in der Lage, für längere Zeit die anfallenden Kosten zu tragen.
Bildung als Chance Dabei ist Bildung für Sambia so wichtig. In einem Land, wo jährlich zehntausende Erwachsene im besten Erwerbstätigenalter an den Folgen von Aids sterben, werden dringend Lehrer, Ärzte, Ingenieure und andere gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. Deshalb sollen so viele Aidswaisen wie möglich die Chance auf Ausbildung, Arbeit und ein besseres Leben erhalten.
WISEKIDS setzt mit seiner Hilfe hier an und unterstützt in der Anfangsphase insbesondere Jugendliche, die nur noch wenige Jahre bis zu einem qualifizierten Schulabschluss haben. So werden sie in den Ferien von dem Problem entlastet, auch noch Geld für ihre Schulgebühren verdienen zu müssen. |